Geld verdienen im Internet – Chancen für Akademiker

Nicht erst seit Corona-Zeiten ist der Wunsch nach dem Homeoffice groß. Doch leider gibt es in diesem Terrain zahlreiche unseriöse Angebote, auch im Internetbereich. Viele der Ratgeber zum Thema „Geld verdienen im Internet“ sind mit Vorsicht zu genießen, vor allem dann, wenn in Kleinanzeigen etwa Vorteile wie ein eigener Firmenwagen angepriesen werden. Affiliates oder Werbepartner, die von ihren Einnahmen aus Partnerlinks und Werbebannern leben können, sind selten. In diesem Ratgeber-Artikel gebe ich dir meine eigenen Erfahrungen weiter, von denen du profitieren kannst.

Aktives Einkommen im Internet – vom Homeoffice aus

Mit eigenen Dienstleistungen Geld verdienen

Zahlreiche Dienstleistungen lassen sich sehr gut über das Internet abwickeln: Beispielsweise können Webdesigner oder Texter gut vom Homeoffice aus arbeiten und dabei auf fremde oder eigene Websites zugreifen. Doch lassen sich auch viele Tätigkeiten wie etwa das Coaching oder auch Nachhilfe über Chat-Programme wie Skype abwickeln. Ob du dabei als Selbstständiger tätig bist, der täglich auf Akquise geht, oder als Freelancer, bleibt dir selbst überlassen. Allerdings solltest du als Freelancer darauf achten, eine Scheinselbstständigkeit zu vermeiden.

Beispiel: Training für das Vorstellungsgespräch per Skype

Das bietet zudem den Vorteil, dass man überregional agieren kann, also nicht auf den eigenen Wohnort beschränkt ist.

Auch für Nicht-Akademiker gibt es übrigens Chancen, sich im Internet selbstständig zu machen. Wenn du beispielsweise Arzthelferin gelernt hast und ein Ass in Rechtschreibung sowie im Tippen von Diktaten bist, dann hast du sehr gute Verdienstmöglichkeiten als Medizinische Schreibkraft, denn solches Fachpersonal wird häufig im Homeoffice gesucht.

Preisgestaltung und Handhabung von Aufträgen

Zu Beginn einer Selbstständigkeit empfiehlt es sich, recht günstige Preise anzubieten. Auf diese Weise kann man auch sehr gute Suchmaschinenrankings erzielen, da es sich aus Sicht des Users (natürlich nicht aus deiner Perspektive) um ein lukratives Angebot handelt. Hat man sich dann auf dem Markt etabliert, kann man die Preise erhöhen und sich die Kundschaft auswählen. Schlechter bezahlte oder unliebsame Aufträge kann man zum Beispiel an einen oder mehrere Freelancer abgeben. Es ist übrigens nicht schwer, Freelancer zu finden, da es für nahezu jeden Schwerpunkt eine entsprechende Jobplattform gibt (Beispiele: seojobboerse.de für SEOs etc.)

 

Dein eigener Online-Shop

Einen eigenen Online-Shop zu erstellen ist keine große Kunst. Wer mit WordPress arbeitet, der kann unter Verwendung des WooCommerce-Themes großartige und hochprofessionelle Resultate erzielen. Auch Dienstleistungen lassen sich über einen solchen Online-Shop verkaufen, wie meine Website Redigieren.org zeigt.

Viele Online-Shops sind dennoch von den riesigen Verkaufsplattformen Amazon und eBay abhängig, könnten ohne Präsenz in diesen Verkaufsplätzen also nicht existieren.

 

Passives Einkommen

Egal, ob es sich um Affiliate Marketing oder Werbeeinnahmen handelt: Bei den großen Firmen wie Google und Amazon muss man sich erst einmal mit der eigenen Website um das jeweilige Partnerprogramm bzw. die Publisher-Eigenschaft bewerben. Die Basis dafür ist also eine wirklich gute Website. Handle mit deiner Bewerbung also nicht vorschnell, sondern baue dein Projekt richtig aus, damit du viel Traffic bieten kannst.

Einnahmen mit Affiliate Marketing

Es gibt zahlreiche Partnernetzwerke, doch nicht alle funktionieren bei jeder Website. Ein besonders risikoarmes Partnerprogramm ist das von Amazon. Das Unternehmen besitzt eine sehr gute Marktposition und genießt eine hohe Vertrauenswürdigkeit bei den Kunden, weshalb leicht auf Partnerlinks geklickt und darüber eingekauft wird. Solange der User den Cookie gespeichert hat, verdient man Provision, wenn der Internetnutzer bei Amazon einkauft. Der Nachteil bei der Sache ist, dass Amazon die Provisionen regelmäßig senkt. Wer sich zu Beginn der Teilnahme an dem Partnerprogramm noch viel Mühe gegeben hat, sämtliche Links einzubauen, wird in vielen Fällen im Alltagsstress nicht die Zeit dazu finden, alle Websites komplett von den Partner-Links zu befreien, nachdem die Provisionen wieder einmal gesenkt wurden.

Werbeeinnahmen

Wer ein sehr gut laufendes Webprojekt mit zahlreichen Rankings und viel Traffic hat, kennt wahrscheinlich die E-Mails, in welchen dem Webmaster angeboten wird, Whitespace auf der Website oder dem Blog mit Werbung zu füllen und im Gegenzug eine monatliche oder jährliche Zahlung zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit ist Google AdSense. Google Inc. ist der Branchenprimus in der Online-Werbung, weshalb der Vorteil umfangreicher Abwechslung bei der angezeigten Werbung entsteht. Gleichzeitig kann man selbst entscheiden, welche Art von Werbung erscheinen darf (Beispiel: Man schließt Glücksspiel aus),. und wie der Werbebanner gestaltet sein soll. Allerdings möchte Google bei Abschluss eines Vertrags der einzige Werbepartner auf der jeweiligen Website sein und deaktiviert die Anzeigen von AdSense, sobald man die Anzeigen der Konkurrenz oder unabhängiger Anbieter schaltet. Auch muss man sehr vorsichtig sein bei der Bearbeitung deiner eigenen Website: Ein einziger Klick auf ein AdSense-Banner genügt, und die Partnerschaft mit Google gehört der Vergangenheit an.

 

Tantiemen verdienen mit der VG Wort

Wer gute Texte schreiben kann und außerdem fit in SEO ist, für den ist die VG Wort eine gute Möglichkeit, online Geld zu verdienen. Noch Jahre, nachdem man einen Artikel verfasst hat, kann man Geld mit ihm verdienen. Einmal hat eine Person eine Klage gegen die Bescheide der VG Wort eingelegt, und ich sowie zahlreiche weitere Autoren, die an dem TOM-Programm (Texte online melden) teilnehmen, erhielten eine Nachzahlung über mehrere tausend Euro für die vergangenen Jahre.

Wie die Sache mit der VG Wort funktioniert? Man baut einen Code in die HTML-Version einer Website ein. Dieser Code zählt die Besucher. Je häufiger der Text gelesen wurde und je länger der Text ist, desto mehr Geld kann man mit ihm verdienen. Klar ist, dass jede Person, die sich als Autor versucht, fit in Rechtschreibung sein sollte. Ist sie dies nicht, ist die Beauftragung eines Korrektorats unverzichtbar.

Je nachdem, wie umfangreich die eigenen Texte sind und wie gut diese im Google-Ranking abschneiden, können mit der VG Wort mehrere tausend Euro pro Jahr verdient werden (dies ist nur ein grober Anhaltspunkt).

Akquise, Werbung und Bewertungen

Akquise

Vor allem zu Beginn einer Selbstständigkeit oder bei Anbieten einer neuen Dienstleistung wird man zahlreiche Stunden mit der Akquise, also mit dem Anwerben neuer Kunden, verbringen. Auch wenn du keine Dienstleistungen anbietest, wirst du viele Stunden damit verbringen, Linkpartner für dein Internetprojekt zu finden, also Leute mit Websites, die dein Projekt im Google-Ranking voranbringen können.

Da die meisten Neukunden nach Referenzen fragen, sollte man dafür sorgen, dass man solche vorzuweisen hat. Wenn man bisher noch überhaupt nicht beauftragt wurde, kann man natürlich auch im eigenen Auftrag handeln und sich eigene Referenzen basteln, die man auf einer Seite der eigenen Website übersichtlich mit Verlinkung bündelt.

Beispiel: Da die meisten meiner Aufträge top secret sind, habe ich auf dieser Referenzseite Links zu selbst verfassten Artikeln meiner eigenen Websites angebracht.

So kann man zeigen, was man draufhat, und man kann bei der Akquise effizient vorgehen, indem man als Antwort auf die Frage nach den Referenzen einfach einen Link zur eigenen Übersichts-Seite erwähnt. Es lohnt sich also, sich die Mühe zu machen und möglichst viele Artikel herauszusuchen. Ein Hinweis: Solltest du auf Textbroker etc. Texte verfasst haben, dann gehören diese Texte (bis auf deren übergeordnete Thematik) zu deiner Verschwiegenheitspflicht, da du schließlich die Rechte an dem Text abgetreten hast.

Werbung

Mit Sicherheit hast du dir schon öfters die Frage gestellt, wieviel mehr Geld du verdienen könntest, wenn du auf der einen oder anderen Website Werbung machen würdest. Doch auch sehr gute Werbung kann floppen, wenn du Pech hast und zu dem jeweiligen Zeitpunkt die falschen Leute (z. B. die Konkurrenz) online sind.

Wichtig ist, dass du entweder auf einer Website wirbst, die von deiner Zielgruppe besucht wird, sodass deine Streuverluste gering sind. Oder du findest ein Keyword, das von Menschen eingegeben wird, die die gewünschte Intention haben, sodass du ebenfalls auf die richtige Zielgruppe stößt. Doch solange deine Preise kein wirkliches Schnäppchen für den Auftraggeber darstellen, wirst du keine Aufträge akquirieren können, wenn du dir noch keinen heldenhaften Ruf erarbeitet hast.

No Budget Marketing

Viele Existenzgründer verfügen anfangs oder auch noch später über ein sehr geringes Budget und überlegen sich deshalb, wie sie nach dem Prinzip „No Budget Marketing“ verfahren könnten, also für 0 Euro Werbung machen können. Glücksgriffe kann man zum Beispiel bei eBay Kleinanzeigen landen: Die Anzeigen sind in ihrer Standard-Version kostenlos, und mit etwas Glück fängt eine Anzeige an, bei Google zu ranken, sodass sich zahlreiche Personen melden. Ein Tipp hierfür: Anzeigen mit Veröffentlichung einer Telefonnummer strahlen eine höhere Vertrauenswürdigkeit aus! Manche Kunden bevorzugen es einfach, erst einmal ein kurzes Schwätzchen am Telefon zu halten, bevor dann die konkreten Daten per E-Mail ausgetauscht werden.

Bewertungen: Gib’ den Leuten doch mal etwas gratis!

Dass sich Neukunden einen Eindruck von deinen Fähigkeiten verschaffen können, ist wichtig. Deshalb bietet es sich an, deine Dienstleistung zunächst ermäßigt oder sogar gratis anzubieten. Klar wird ein Gratis-Angebot bei manchen potenziellen Auftraggebern auch Misstrauen hervorrufen. Bevor du allerdings viele Stunden damit verbringst, Däumchen zu drehen und auf einen Auftrag zu warten, kannst du diese Zeit genauso gut in ein Ehrenamt stecken, das mit positiven Referenzen verbunden ist und dir zahlreiche neue Aufträge bescheren kann. Erkläre das den misstrauischen Personen so, wie es ist!

Wieviel Geld sollte ich pro Tag verdienen?

Die Statistiken zu den Einnahmen der Selbstständigen sind wohl kein guter Anhaltspunkt für ein regelmäßiges monatliches Einkommen, da es auch zahlreiche Selbstständige gibt, die vielleicht 600 Euro im Monat verdienen. Betrachten wir doch einmal das durchschnittliche Einkommen der Festangestellten in Deutschland. Dieses beträgt 3099 Euro. Das bedeutet, dass du, wenn du brutto durchschnittlich viel verdienen möchtest, ca. 100 Euro täglich einnehmen musst, und das, wenn du an 31 Tagen im Monat arbeitest. Je nachdem, welcher Arbeitstyp du bist und wieviel Platz dein Privatleben in deinem Lebensentwurf hat, bist du vielleicht tatsächlich dazu bereit, an 7 Tagen in der Woche etwas für deine Karriere bzw. dein Einkommen zu tun. Vielen Selbstständigen bleibt gar nichts anderes übrig, zum Beispiel, da sie sich eine Nische als Anbieter von Express- und Wochenendservices erkämpft haben.

Ein nettes Zubrot verdienen mit Produkttests

Geld verdienen ist das Eine, Gratis-Produkte zu erwerben und neue Produkte für sich sowie spannende Geschenkideen zu entdecken, ist jedoch ebenfalls eine attraktive Angelegenheit. Man kann damit, ergänzend zu den regelmäßigen Einkünften aus der selbstständigen Arbeit, bares Geld sparen.

Seit 2019 bin ich bei testerjob.net (wenn du dich über => diesen Link dort registrierst, dich verifizieren lässt und einen ersten Test erfolgreich abschließt, verdienst sowohl du 5 Euro als auch ich) und nehme jeden Monat an 9 Produkttests (das ist die maximale Anzahl an Produkttests) teil. Angefangen von zwei Matratzen, die ich getestet habe, finden sich einige Schmuckstücke aus Silber, Bleaching-Strips für die Zähne, Geschenkartikel sowie Haushaltszubehör und Produkte aus weiteren Kategorien wie z. B. Nahrungsergänzung. Zusätzlich dazu, dass man das Produkt nach Veröffentlichung und Einreichen der Bewertung bei Testerjob behalten darf, verdient man je nach Produkttest den einen oder anderen Euro.

Fazit: Fleiß und Ehrgeiz sind wichtig, auch als Couch-Potatoe

Wirklich passive Einnahmen gibt es nicht. Jeder, der im Internet Geld verdienen möchte, muss etwas dafür tun. Erst einmal benötigt er eine gewisse Vorqualifikation, das heißt nicht nur, dass die Person über eine bestimmte Berufsausbildung oder zumeist ein Studium verfügen muss, sondern bedeutet meist auch sehr viel Eigenarbeit: Eigene Erfahrungen sammeln, Ablehnung am eigenen Leib verspüren und Kritik kassieren. Das ist normal und gehört zu einem gesunden Lernprozess dazu.

Auch wenn ein Webprojekt bereits richtig gute Rankings erlangt hat, kann man sich nicht jahrelang entspannt zurücklehnen: Um ein gutes Ranking aufrechtzuerhalten, sind in viele Fällen sowohl regelmäßige neue Inhalte als auch regelmäßige positive Bewertungen (etwa von Kunden) erforderlich.