Content.de Erfahrungen

Screenshot des Logos von Content.de

Margot (Name von der Redaktion geändert) hat uns diesen anonymen Erfahrungsbericht zu Content.de zur Veröffentlichung überlassen:

Da ich auf der Suche nach einer Ergänzung zu Textbroker war, habe ich mich entsprechend nach einer Alternative umgesehen. In meinen Vor-Recherchen las ich, man könne bei Content.de mehr verdienen. Ich wurde sowohl bei Textbroker als auch bei Content.de mit 4 Sternen eingestuft, womit sich auch anständig Geld verdienen lässt, wenn man fleißig und in der Recherche bewandert ist und an der Tastatur schnell tippen kann.

Der Text zur Einschätzung darf noch nicht online gewesen sein

Was ich nicht ganz so toll gefunden habe: Ich durfte keinen Text von meinen eigenen Websites nehmen, sondern musste einen komplett neuen Text schreiben. Aus diesem Grund habe ich einen Text verfasst, den ich in ähnlicher Form später auf einer meiner Websites veröffentlicht habe. Denn man macht sich ja nur ungern die Mühe, einen sinnlosen Text zu schreiben. Wenn du deine eigene Motivation anstacheln möchtest, um bei Content.de auch entsprechend gut bewertet zu werden, macht es Sinn, wenn sich der Text, den du schreibst, nachher in irgendeiner Form verwenden lässt. Aber auch dann, wenn du dringend auf der Suche nach einem Texterjob bist, kann deine Motivation hoch genug sein, um einen ansprechenden Text zu produzieren, der sich einfach für nichts verwenden lässt. Aber hebe dir den Text lieber auf. Wer weiß – vielleicht kannst du ihn irgendwann doch noch gebrauchen.

 

Wie ich überhaupt auf Content.de gestoßen bin

Nachdem ich meinen Einschätzungstext bei Textbroker eingereicht hatte, dauerte es für meinen Geschmack etwas zu lange, bis es mir erlaubt war, Artikel für Auftraggeber zu schreiben. Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative begeben und bin dabei auf Content.de gestoßen. Um meine Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, dreht sich dieser Artikel.

Eine erste negative Erfahrung

Mir wurden ein paar Projekte zur Bearbeitung angezeigt. Für ein- und denselben Auftraggeber verfasste ich also 3 Texte mit einer Länge von ca. 800 Wörtern – meine allerersten Texte bei Content.de. Natürlich las ich diese Texte auch vor dem Abgeben Korrektur. Der Auftraggeber ließ sich aber mit dem Annehmen der Texte sehr viel Zeit. Sehr spät merkte er dann an, ich solle die Überschriften mit H2 etc. markieren. Da nun nicht klar war, ob er die komplette Überschrift mit validem HTML wollte, schrieb ich ihm eine Frage. Da ich bei Content.de noch ein Neuling war, wusste ich nicht, dass man zur Überarbeitung der Texte keine Frage stellen konnte, ohne dass die Frist zur Überarbeitung ausgesetzt wurde. Deshalb wurden alle 3 Aufträge, die ich für diesen Auftraggeber geschrieben hatte, als “annuliert” gekennzeichnet. Ich setzte mich sowohl mit dem Support von Content.de als auch mit dem Auftraggeber in Verbindung, erzielte dabei aber kein Resultat. Auf contentworld.com ließen sich die Texte nicht innerhalb von ein paar Tagen verkaufen. Meine Konsequenz daraus: Ich habe eine eigene Website erstellt, in der die drei Texte verwendet wurden.

Aber kann es sinnvoll sein, sich durch diese Vorgehensweise die eigene Konkurrenz heranzuzüchten? Mit dem Support von Content.de war ich so verblieben, dass ich mich in Zukunft sofort melde, wenn es ein Problem mit einem Auftraggeber gibt. Da dies mein erster Auftraggeber war, war klar, dass man sich in einem solchen Fall nicht sofort beschwert.

Die Folgeaufträge – wesentlich weniger Trouble

Die Auftraggeber bei Content.de scheinen wesentlich anspruchsvoller zu sein als bei Textbroker. Das mag zum einen daran liegen, dass man bei Content.de wesentlich leichter einen Text annimmt, da die Auswahl einfach nicht so groß ist, während man bei Textbroker viel mehr nach den eigenen Interessen gehen kann. Das wirkt sich natürlich auch auf die Qualität der Texte aus.

Von einer Auftraggeberin aus dem Bereich Gärtnerei, in dem ich zugegebenermaßen überhaupt nicht bewandert bin, wurde mir ein umgangssprachlicher Stil vorgeworfen. Dabei habe ich mich im Wording einfach an der Rechercheliteratur orientiert. Diese wandte sich auch an den Support von Content.de, und ich bekam Recht sowie ein ausführliches Feedback.

In einem Fall habe ich eine Quelle wortwörtlich zitiert. Der Plagiats-Check von Content.de wies mich darauf hin. Im Briefing war nichts dahingehend vermerkt, dass keine wörtlichen Zitate erwünscht waren (es ging um die AGB eines Bank-Anbieters). Also schickte ich den Text trotz des Teilplagiats ab und kassierte daraufhin eine saure E-Mail des Auftraggebers. In welcher Welt leben wir denn, wenn keine wörtlichen Zitate mehr erlaubt sind, wenn diese als solche gekennzeichnet werden und sich in der klaren Minderheit befinden (es handelte sich um ein einziges Zitat).

Am Ball bleiben

Den Großteil der Texte schreibe ich bei Textbroker, doch lohnt es sich trotzdem, immer mal wieder bei Content.de vorbeizuschauen. Ein Vorteil von Content.de ist, dass man dort gleich zwei Texte für sich reservieren kann. So kann sich jeder Texter beruhigen, der sich Sorgen macht, am nächsten Tag nicht genügend Aufträge zu bekommen.

Der Großteil der Texte wird anstandslos angenommen

Freilich muss ich in diesem Artikel die schlimmsten Fälle präsentieren, um euch zu zeigen, was bei Content.de auf euch zukommen kann. So könnt ihr euch folgende Regeln hinter die Ohren schreiben:

  • Perfekt an das Briefing halten
  • Bei jeder zeitlicher Verzögerung vonseiten des Auftraggebers (wenn ihr Fragen zu einer Überarbeitung gestellt habt) an den Support wenden

Der Großteil meiner bisherigen Texte ist dort übrigens einfach angenommen und positiv bewertet worden. Deshalb habt einfach keine Angst, sondern gebt euer Bestes und sammelt eure eigenen (hoffentlich positiven) Erfahrungen!

Wie schnappe ich mir gute Textaufträge bei Content.de?

Als Texter gehört man zu den “Kreativen” und hat folglich in den meisten Fällen auch einen höchstindividuellen Tagesablauf. Du solltest den Besuch von Seiten, auf denen du Texteraufträge finden kannst – wie eben Content.de – fest in deinen Tagesablauf integrieren. Da die Seite regelmäßig aktualisiert wird, lohnt es sich, nachzusehen, ob sich wieder neue Aufträge finden.

Wie kann ich meine Einnahmen bei Content.de maximieren?

Regel Nr. 1: Schreibe Texte in deiner eigenen Sterne-Kategorie. Zwar kann es in langweiligen Phasen auch vorkommen, dass du Lust hast, Texte, für die eine geringere Einschätzung erforderlich wäre, zu schreiben. Doch wenn du gerecht bezahlt werden möchtest und deinen Status in dieser Kategorie beibehalten willst (oder diesen sogar steigern möchtest), solltest du möglichst in derselben Kategorie schreiben, in die du eingeschätzt wurdest.

Regel Nr. 2: Schreibe zu Themen, die dich interessieren! Klar ist es für mich und bestimmt auch für viele andere Texter häufig ein Anreiz, einen Auftrag anzunehmen für ein Thema, in das man sich gern einarbeiten möchte. Doch manchmal überschätzt man sich als Texter und muss einen Auftrag dann stornieren. Sorge dafür, dass dies möglichst nie passiert, denn die Verärgerung bei dem Auftraggeber und auch bei der Plattform wird groß sein! Wie jede andere Plattform auch wünscht sich Content.de natürlich zuverlässige Texter, die ihre Deadlines einhalten.

Regel Nr. 3: Schätze die Einarbeitungszeit ab! Es gibt Themen, zu denen man 1000 Wörter in 30 Minuten schreiben kann. Und dann gibt es wiederum Texte, für die man jede einzelne Aussage, die man zu Papier bringt, kleinlichst recherchieren muss, um keine Falschaussagen zu treffen. Im Laufe deiner Texter-Karriere wirst du noch herausfinden, welche Themen du aus dem Ärmel schütteln kannst, und in welche Gebiete du dich erst einmal einlernen musst.

Regel Nr. 4: Sei kooperativ bei Änderungswünschen! Klar, manche Auftraggeber lassen es sich schon heraushängen: “Ich Chef, du Texter!” Sehe dich einfach als Dienstleister und verhalte dich wie ein Pizzabote, der kein Trinkgeld bekommt: professionell, sachlich und zuverlässig.

Fazit: Bei Content.de wird vonseiten der Auftraggeber manchmal gemeckert, doch eine “Karriere” ist möglich

Auch ich bin als Auftraggeber bei Texterbörsen registriert und aktiv und reiche einen Text nicht gleich zur Überarbeitung zurück, wenn mir eine winzige Kleinigkeit nicht passt. Aber das sehen manche Auftraggeber bei Content.de offensichtlich anders. Wird etwa ein bestimmtes Word in einer Zwischenüberschrift nicht erwähnt, so wird der Text zur Überarbeitung zurückgegeben. Steckt dahinter vielleicht Kalkül – den Text abkupfern zu können, wenn der Texter gerade nicht erreichbar ist, um die Frist zur Überarbeitung einzuhalten?

Wie dem auch sei – der Großteil meiner Erfahrungen bei Content.de ist positiver Natur. Auch führt die Plattform Auszahlungsaufträge zuverlässig aus. Mit diesen Bedingungen ist Content.de auf jeden Fall recht gut zur Ergänzung weiterer Einnahmequellen geeignet. Auch der Kontakt zum Support hat einen seriösen Eindruck gemacht. Nach einigen Wochen zuverlässiger Mitarbeit wurde ich außerdem belohnt:

Sehr geehrte Frau X,

herzlichen Glückwunsch!

Da Sie uns in den vergangenen Wochen durch eine zuverlässige Arbeitsweise überzeugt haben, erhöhen wir die Anzahl der anzunehmenden Aufträge auf 3. Vielen Dank für Ihre aktive Mitarbeit und weiter so!

Zwar habe ich bei Textbroker schneller eine “Karriere” gemacht (in Form von Direktbuchungen und Einladungen zu TeamOrders), doch ist es beruhigend, wenn es auch noch Alternativen gibt, die eine ergänzende bzw. unterstützende Funktion übernehmen.

[Dieser Erfahrungsbericht wurde übrigens nach ca. zwei Monaten Mitgliedschaft bei Content.de geschrieben. Weitere Erfahrungsberichte findet ihr aufgrund von Margots fortgesetzter Mitwirkung als Texterin in nächster Zeit auf dieser Seite.]